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SET - eine Massagemeditation, die die Berührungsakkus auflädt

Die Sexuelle Tiefenentspannung SET kombiniert die Tiefe der Meditation mit massageähnlichen Berührungen

Hand

Die SET gehört zu den Angeboten im Tarisha, die eher selten gebucht werden. Auch wenn mir einige Argumente einfallen, weshalb das so ist, möchte ich hier doch gern eine Lanze für die SET brechen, denn in meinen Augen ist in diesem, auf den ersten Blick einfach herkommenden Format, eine ganze Menge versteckt. Für mich hat es sich jedenfalls sehr gelohnt, mit der SET auf Forschungsreise zu gehen.


Bei der SET handelt es sich um eine Massagemeditation. Nach einer kurzen Einstimmung beginnt sie auf der Rückseite der empfangenden Person. Die Berührung ist stetig, sehr langsam und erfolgt nur mit einer Hand. Der/die Empfänger*in ist eingeladen, sich ganz auf die Berührung einzulassen. Die Berührung bleibt die gesamte Sequenz über berechenbar, was auch ängstlichen Menschen ermöglicht, abzuschalten und in die Berührung einzutauchen. Die Sequenz endet nach 15 Minuten, jetzt erst wird der Kontakt von Hand zu Rückseite unterbrochen. Weiter geht es auf der Vorderseite mit ebenso langsamer, präsenter und stetiger Berührung. Auch die dritte und vierte Phase sind davon geprägt, allerdings wird jetzt in der immerwährenden Wiederholung je einer Technik der Intimberührung die Yoni, bzw. der Lingam berührt.

Egal, ob während der SET Lust aufkommt, der Raum von Stille und Meditation geprägt ist oder Gefühle hochkommen, die Berührung bleibt stetig und berechenbar, alles wird willkommen geheißen und doch gibt es den verlässlichen Ablauf, in dessen klarem Rahmen all diese Erfahrungen gemacht werden können. Stimulation, Wechsel der Intensität oder der Griffe sind nicht vorgesehen. In meiner Erfahrung als Empfängerin und Gebende unterstützt dies ein Gefühl des Angenommenseins und ermöglicht ein tiefes Abgleiten in erholsame und manchmal auch erkenntnisreiche Trancezustände.


Für wen ist die SET geeignet? Sie kann ein Einstieg sein, wenn du mit einer Tantramassage liebäugelst, dir dieser Raum aber noch zu groß ist. Aber auch erfahrene Empfänger*innen der Tantramassage können hier nochmal neue und andere Fühlerfahrungen machen. Durch die einstündige Dauer ist es dir vielleicht auch möglich, sie wiederholt zu empfangen, was die Erfahrung vertieft. Wir Menschen brauchen Berührung und viele von uns erhalten im Alltag nicht ausreichend davon. Die SET ist ein Tool, dir Berührung zu schenken – am Körper und in deinem Inneren.

Ich nutze die SET auch gern als ein Tool im Sexualcoaching. Menschen, die nicht gut loslassen können, denen es schwer fällt, sich zu entspannen oder die mit sexuellen Ängsten zu kämpfen haben, kann die SET als ein Einstieg dienen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und neue Erfahrungen bereits in dieser Körpermeditation zu sammeln.

Kurz: Wenn du dich gerne selbst in einem neuen Raum erforschen magst, deine Berührungsakkus aufladen oder dir eine achtsame Begleitung in ein Loslassen und Entspannen wünschst, könnte die SET gut für dich passen.

Eine schöne Möglichkeit ist auch, die SET als Paar (bei uns) zu erlernen und euch diese Form der Berührung in Regelmäßigkeit gegenseitig zu schenken. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass das die Verbindung zwischen euch stärken kann. Ein Raum, in dem sexuelles Erleben möglich ist und in dem gleichzeitig die Rollen von Geben und Empfangen klar und der Rahmen fest sind, kann euch auch helfen, euch als sexuelle Wesen noch einmal ganz anders zu begegnen. Für uns war es so.


Aber nicht nur die empfangende Person macht neue Erfahrungen. Im Geben ist die SET für mich eine wundervolle Art der Meditation und spirituelle Praxis, die auch mich nährt und immer wieder aufs Neue begeistert.

Die SET kann auf den ersten Blick unspektakulär wirken, doch sie hat es in sich und ich mag dir ans Herz legen, ihr eine Chance zu geben.


Dieser Beitrag wurde von Rike verfasst.

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Dabei gibt es deutlich mehr Raum für Gespräche und deine Themen. Auch Übungen und Berührungselemente werden integriert. Du hast ein Termin vereinbart und bist auf dem Weg ins Tantramassage-Insitut? Prima, dann wird dich ein freundliches Gesicht zur vereinbarten Zeit in einer entspannten Atmosphäre begrüßen. Bitte komme nicht zu früh und sei pünktlich. Zunächst setzt ihr euch entspannt für das Vorgespräch zusammen. Hier lernt ihr euch gegenseitig kennen. Du kannst Bedenken und Grenzen kommunizieren. Folgende Fragen sind außerdem wichtig: Wie geht es dir psychisch und körperlich im Moment? Was führt dich zu uns? Was erhoffst du dir von der Massage? Gibt es etwas, das du nicht möchtest? Möchtest du eine Intimmassage? Verträgst du bestimmte Massageöle nicht? Stelle gerne Fragen, falls dir noch etwas unklar ist. Ablauf der Tantramassage Eine weitere große Unbekannte ist für Neulinge oft der Ablauf einer Tantramassage. Was passiert? Wie wird es sich anfühlen? Werde ich bei der Intimmassage einen Orgasmus haben? Was dich bei der Massage erwartet, zeigt dir der Ablauf, denn dieser ist klar definiert. Es gibt einen klaren Anfang und ein klares Ende. Häufig wird für beides der Namaste-Gruß genutzt. Der Gruß muss nicht ausgesprochen werden. Die Handgeste, Mundra genannt, und ein leichtes Beugen des Kopfes sind ausreichend. Lasse dich von deinem Masseur oder deiner Masseurin leiten und lege deine Hände in der Nähe des Herzens an der Brust zusammen. Durch den Gruß findet eine klare Abgrenzung zwischen dem Erlebnisraum und deinem Alltag statt. Du kannst nun völlig im Moment sein und dich auf deine körperlichen und emotionalen Empfindungen konzentrieren. Als Empfangende oder Empfangender bis du völlig passiv. Danach lässt sich der Ablauf in vier Phasen einteilen: Verehrungsritual, sinnliche Erweckung, Körpermassage und Intimmassage. Beim Verehrungsritual kommst du der massierenden Person langsam körperlich nahe. Beide noch in Lunghi gehüllt kann die massierende Person zunächst deine Hände nehmen, auch Umarmungen und sanfte Berührungen wirst du empfangen. Kannst du die Berührungen genießen und dich entspannen? Wie fühlst du dich dabei? Nichts geschieht gegen deinen Willen. Der Tantramasseur oder die Tantramasseurin achtet auf deine Reaktion und deine Atmung und konzentriert sich nur auf dich. Stück für Stück kommt ihr euch näher. Am Ende des Rituals seid ihr beide nackt und begegnet euch wertfrei auf Augenhöhe. Anschließend wirst du zum Futon begleitet und die sinnliche Erweckung beginnt. Dabei werden deine Vorder- und Rückseite vom Herz beginnend ausgestrichen. Du empfängst die Berührungen und konzentrierst dich darauf, wie sie sich anfühlen und was sie in dir auslösen. Du darfst lachen, du darfst weinen, du darfst sein. Die Erweckung geht nach und nach in die Körpermassage über. Die Griffe werden fester und dein gesamter Körper erfährt Zuwendung: Schulterbereich, Rücken, Beine, Füße, Arme, Hände und mit gereinigten Händen schließlich auch Kopf und Gesicht. Zum Abschluss wird dein Intimbereich massiert. Bei der Frau wird eine Yoni-Massage durchgeführt. Diese Massage konzentriert sich auf Vulva, Vagina und den Uterusbereich. Beim Mann wird eine Lingam-Massage, die Hoden und Penis umfasst, durchgeführt. Wahlweise findet eine Prostatamassage statt. Während der gesamten Massage kannst du deine Grenzen kommunizieren. Du kannst die Massage jederzeit abbrechen oder signalisieren, dass du eine Pause möchtest. Am Ende hast du einige Minuten Zeit die Massage in Ruhe auf dich wirken zu lassen. Fühle in die dich hinein: Was ist gerade? Welche Emotionen sind präsent? Wie fühlt sich dein Körper an? Alles, was ist, darf sein. Wenn du ins Hier und Jetzt zurückgefunden hast, kannst du aufstehen. Bei Bedarf steht es dir frei in unserer Praxis zu duschen. Alles, was du benötigst, halten wir für dich bereit: frisch gewaschene Handtücher, desinfizierte Badelatschen und ausreichend Duschgel. Nachspüren und wirken lassen Bist du bereit für das Nachgespräch, setzt du dich erneut mit der massierenden Person zusammen. Im Nachgespräch kannst du die Tantramassage reflektieren: Wie hast du die Tantramassage empfunden? Welche Gefühle sind währenddessen aufgekommen? Wie fühlst du dich jetzt? Möchtest du dich nicht mitteilen, ist das natürlich auch in Ordnung. Nach deiner Massage solltest du jedoch nicht direkt wieder in den Alltag oder in das Berufsleben starten. Trinke ausreichend, isst ausgewogen und nimmt dir Zeit. Achte darauf, was dir gerade guttun würde und was du machen möchtest. Vielleicht möchtest du spazieren gehen, ein schönes Mahl zubereiten oder etwas meditieren. Gönne dir eine Pause und spüre dem Erlebten nach. 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